Teilnehmerinnen von ProProfessur auf Erfolgskurs

In „hoch3“, der Zeitung der Technischen Universität Darmstadt, ist dieser Beitrag über die Förderliniene ProProfessur von Mentoring Hessen erschienen (5/2021).  Bewerbungen für ProProfessur sind noch bis zum 15.12. möglich.

Mentoring Hessen, ein Verbundprojekt der hessischen Universitäten und Hochschulen, unterstützt Frauen auf ihren Karrierewegen in Wissenschaft und Wirtschaft. Drei Wissenschaftlerinnen erzählen, wie sie von der Förderlinie ProProfessur profitiert haben.

„Ich habe lange gezögert, mich zu bewerben, da bei vielen Programmen der Nutzen im Verhältnis zum Zeitaufwand sehr gering ist. Bei ProProfessur ist das Gegenteil der Fall“, erzählt Dr. Juliane Krämer. Seit 2020 nehmen sie und sieben weitere Wissenschaftlerinnen der TU Darmstadt an dem 18-monatigen Programm ProProfessur teil. ProProfessur ist eine der vier Förderlinien von Mentoring Hessen, dem Verbundprojekt der hessischen Hochschulen zur Förderung von Frauen auf ihren Karrierewegen in Wissenschaft und Wirtschaft. Krämer ist Athene Young Investigator und Leiterin der Forschungsgruppe Quantum and Physical attack resistant Cryptography. Vor Kurzem hat sie zwei Rufe auf W3-Professuren erhalten. ProProfessur hat sie während der Bewerbungsphase begleitet. „Insbesondere der Kontakt zu vielen anderen Wissenschaftlerinnen, die in der gleichen Situation wie ich sind, ist enorm bereichernd. Der Austausch mit anderen jungen Frauen, die eine Professur anstreben und dieses Ziel und den Weg dahin mit Familienaufgaben vereinbaren, bietet hilfreiche Unterstützung und Motivation“, so Krämer.

ProProfessur setzt sich zusammen aus einem Eins-zu-eins-Mentoring mit erfahrenen, fachnahen und drittmittelstarken Professorinnen und Professoren, kollegialer Beratung in der Mentee-Gruppe, einem strategischen Networking und Intensivtrainings für den Wissenschaftsbetrieb. Von 2008 bis 2019 haben insgesamt 47 Wissenschaftlerinnen der TU Darmstadt an dem Programm teilgenommen. Von ihnen wurden bisher 51 Prozent auf eine Professur berufen. „Das ist ein toller Erfolg“, freut sich die Gleichstellungsbeauftragte der TU Darmstadt Dr. Uta Zybell: „Ein essenzielles Ziel im Wissenschaftsbetrieb ist, exzellente Frauen in der Forschung zu halten. ProProfessur leistet hier einen wertvollen Beitrag.“

Auch im ProProfessur-Jahrgang 2020/21 war bisher nicht nur Dr. Juliane Krämer erfolgreich. „Ich profitiere enorm vom ProProfessur-Mentoring. Seit Kurzem habe ich eine Juniorprofessur inne, und die Trainingsangebote zu spezifischen relevanten Themen auf dem Weg zur Professur haben mich dabei in vielerlei Weise unterstützt“, berichtet Professorin Dr. Miriam Oesterreich, ehemalige Postdoktorandin am Fachbereich Humanwissenschaften der TU Darmstadt. Seit dem Sommersemester 2021 hat sie die Professur für Theorie der Gestaltung/Gender Studies an der Universität der Künste Berlin inne.

Neben der Vorbereitung auf den Bewerbungsprozess für Professuren leistet ProProfessur, wie die anderen Mentoring-Hessen-Programme, einen Beitrag zur Vernetzung von Frauen in Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung. Professorin Dr. Diana Völz, ProProfessur-Mentee der TU Darmstadt 2012/13, hat heute die Professur für Produktentwicklung, Konstruktion und CAD an der Frankfurt University of Applied Sciences inne. Sie erinnert sich gerne an ihre Zeit als Mentee zurück und schildert begeistert: „Von dem entstandenen Netzwerk profitiere ich heute noch!“

Marija Schultheis

Herzlichen Dank an die Kolleg*innen der Technischen Universität Darmstadt für die Genehmigung zur Veröffentlichung des Beitrags!

Foto v. l. n. r. Diana Völz; Juliane Krämer; Miriam Österreich

 

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