Historie von Mentoring Hessen

Mentoring Hessen gibt es seit Anfang 2017. Entstanden ist die neue Förderstruktur auf Basis drei vorhergehender hessenweiter Mentoring-Projekte.

Das MentorinnenNetzwerk für Frauen in Naturwissenschaft und Technik wurde 1998 auf Initiative der Frauenbeauftragten der TU Darmstadt und der FH Frankfurt als eines der ersten Mentoring-Projekte an Hochschulen  ins Leben gerufen. Die Finanzierung erfolgte von 1998 bis 2006 durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) aus Mitteln des Hochschulwissenschaftsprogramm (HWP). Seit 2004 beteiligen sich alle zehn hessischen Universitäten und Fachhochschulen und haben die Finanzierung schrittweise übernommen. 2015 kam die neu gegründete Hochschule Geisenheim University als Hochschule neuen Typs hinzu. Zur Stärkung der Zusammenarbeit mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen wurde bereits ab 2004 eine Förderallianz ins Leben gerufen und kontinuierlich ausgebaut.

SciMento wurde 2005 auf Initiative von Prof. Dr. Anna Starzinski-Powitz als Pilotprojekt an der Goethe-Universität Frankfurt durchgeführt, finanziert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK). Es war das erste Gruppen-Mentoring für Nachwuchswissenschaftlerinnen der naturwissenschaftlich-technischen Fächer an einer deutschen Universität. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Piloten unterstützte das HMWK ab 2010 die Etablierung von SciMento an den hessischen Universitäten.

ProProfessur startete 2008 als Pilotprojekt der fünf hessischen Universitäten zur Förderung des Professorinnen-Nachwuchses auf Initiative der Frauenbeauftragten der Goethe-Universität Frankfurt und der TU Darmstadt und mit Unterstützung des HMWK. Von den insgesamt 268 geförderten Wissenschaftlerinnen in diesem Programm wurden inzwischen 93 in eine Professur an Universitäten oder Hochschulen für Angewandte Wissenschaften berufen (Stand: 31.12.2019).

Reorganisation der Mentoring-Projekte

2013 hat die Konferenz Hessischer Universitätspräsidien (KHU) eine Zusammenführung der drei hessischen Mentoring-Projekte für Frauen, MentorinnenNetzwerk, SciMento und ProProfessur angeregt.

Die von der KHU eingesetzte „KHU-AG zur Reorganisation der Mentoringprogramme“ hat den Prozess federführend begleitet und kooperierte dabei mit der HAW Hessen sowie Vertreter*innen der Wirtschaft und der außeruniversitären Forschung. Einbezogen wurden auch Vertreterinnen der Landeskonferenz der Hessischen Hochschul-Frauenbeauftragten (LAKOF) und die Projektleiterinnen der bestehenden Mentoring-Programme. Für die externe Begleitung des Organisationsentwicklungs-Prozesses wurde Dr. Klaus Doppler beauftragt (Doppler Organisationsberatung & Verhaltenstraining GmbH München).

Die neue Organisationstruktur wurde in einer Übergangsphase erfolgreich etabliert, so dass Mentoring Hessen 2017 mit einem überzeugenden Konzept basierend auf den 4 Förderlinien ProCareer.MINT, ProCareer.Doc, ProAcademia und ProProfessur für die unterschiedlichen Zielgruppen starten konnte.

2020 wurde das Verbundprojekt für eine weitere fünfjährige Projektphase verlängert.